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  • Rahel

Mein Sommer in Norwegen

Eine fortwährend verändernde und überwältigende Natur, geschwungene Fjorde, willkommen aussehende und abgelegene Berghütten. Im Winter Weiten an schneebedeckter Bäume und überall der Duft von frisch gebackenen Zimtschnecken. So war und ist immer noch mein Bild von Norwegen. Kein Wunder also, warum ich schon seit dem ich klein war einen Drang verspüre, dieses wunderschöne Land im Norden zu bereisen.

Im Sommer diesen Jahres war es endlich so weit. Mit meinem frisch gemachten Abitur in der Hand saß ich Anfang Juli im Flixbus auf dem Weg nach Oslo. Wie so oft, wenn ich reise, hatte ich kaum etwas geplant, mich nicht auf das, was mich in Norwegen erwartet vorbereitet und zu viel eingepackt. Auch diesmal war es nicht anders…


So richtig wusste ich also nicht, was ich in Norwegen machen wollte. Hauptsache wander, die Natur erforschen und wild campen. Im meinem Kopf liefen immer wieder die Szenen aus Herr der Ringe, wo Frodo und seinen Gefährten auf dem Weg nach Mordor atemberaubende Landschaften durchqueren, begleitet von einem Orchester, das die atemberaubende Natur unterstreicht. Diese Bilder in meinem Kopf waren fast schon von epischem Ausmaß.

Mein Plan war mindestens eine bis eineinhalb Wochen wandern. Ich wollte in Oslo starten und erst einmal die Stadt erkunden. Von Oslo aus mit dem Zug nach Bergen fahren und auch dort noch einmal für ein paar Tage bleiben. Dann weiter vielleicht in einen Nationalpark und wandern. Am Ende würde ich versuchen zurück nach Oslo zu trampen, um nach zweieinhalb Wochen die Rückreise anzutreten.


Anfang Juli ging es mit meinem neuen und ersten Wanderrucksack, einem ordentlichen Schlafsack und Klamotten für die Stadt und zum Wandern los, über Hamburg und Kopenhagen nach Oslo. Das Einzige, was zu diesem Zeitpunkt fest stand, war mein Schlaflatz für die ersten Nächte. Während dieser ersten Nächte entstand auch mein kleines Ziel der Reise. Ich wollte für keine einzige Übernachtung zahlen. Ich würde versuchen das Game Couchsurfing auszuspielen.

Bei diesem Ziel ging es natürlich darum, so günstig wenig wie möglich zu reisen. Doch abgesehen davon lernt man beim Couchsurfing so viele neue und interessante Menschen kennen. Ich bekam Stadtführungen, local insights und wurde zu wunderschönen Wanderrouten gefahren. Ich war gespannt, ob ich außerhalb von Oslo so einfach einen Host finden würde.

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